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Einleitung

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Sonntag, 15. April 2018

Neue Saison - Neue "Tubeless" Reifen

So, geschrieben hatte ich ja schon über das Reifen Thema. Nun war es endlich soweit und ich habe mich an die Tubeless Umrüstung gewagt.

Die Arbeit beginnt mit der Demontage der alten Schläuche und Reifen. Das habe ich nicht gemacht, weil die alten Reifen bereits komplett runter gewesen wären, aber ich hatte mit den alten Reifen bereits einige Platten. vor allem wegen eingefahrenen Dornen. Deshalb hatte ich Sorge das es schwierig werden könnte diese Pneus noch dicht zu bekommen.
Außerdem wollte ich eh breitere Reifen in 3 Zoll.

Also hatte ich mich für Schwalbe Nobby Nic in 3 Zoll entschieden. Vorne mit der TrailStar Reifenmischung, was vor allem dem Grip zugute kommen soll. Am Hinterrad habe ebenfalls für Nobby Nic mit 3 Zoll Breite, aber mit der PaceStar Mischung, was einer besseren Beschleunigung dienen soll.

Nach der Demontage der Reifen hatte ich eigentlich geplant die Felgen mit einem Felgenband erst einmal abdichten zu müssen. Aber wie sich herausstelle war Scott so freundlich die Serienmäßigen Syncros Felgen bereits fertig abgedichtet auszuliefern. So blieb mir dieser Arbeitsschritt erspart.

Nachdem die Reifen demontiert waren, habe ich aber dennoch die Felgen rundum mit Isopropanol sorgfältig gereinigt. Dann habe ich die Tubeless Ventile von Schwalbe montiert. Das war nicht schwer.

Dann wurde es Aufwändig, denn der neuen Reifen musste auf die Felge. Hier hat sich gezeigt das so ein Fabrikneuer Reifen ganz schön stramm und zickig sein kann. Nach einiger Zeit war aber auch das endlich geschafft.




Als nächstes sollte der Reifen aufgepumpt werden, ohne die Reifendicht-Milch.

Tja, das war nicht so einfach. Denn der Reifen saß zwar auf der Felge, aber natürlich saß der Reifen noch nicht richtig im Hump der Felge und damit war das Rad noch nicht dicht.

Ich habe versucht den Reifen mit einer Standluftpumpe aufzupumpen. Ging nicht!

Dann habe ich es mit einem Kompressor versucht. Ohne Erfolg!

Zuletzt habe ich es mit meiner CO² Pumpe versucht. Erfolg

Die 18g CO² habe ich schlagartig eingefüllt, was dazu geführt hat das der Reifen an den Felgenrand gedrückt wurde und das System Dicht wurde. Laut der verschiedenen Anleitungen im Internet, sollte man aber den Reifen aufpumpen Bis es einen Knall gibt. Da dies mit einer CO² Patrone aber offenbar nicht gereicht hat um den Großvolumigen Reifen komplett zu füllen, hab ich jetzt wieder die Standpumnpe eingesetzt und weiter gepumpt.

Nachdem es zwei mal einen Knall gab, saß der Reifen endlich perfekt im Hump der Felge. Dicht war das ganze dann auch schon.

Aber nun muss natürlich noch die Dichtmilch in den Reifen. Diese soll ja bei einer Undichtigkeit des Rades alles von innen abdichten.

Also die Dichtmilch aus der großen Flasche in die mitgelieferte kleine 60ml Flasche umgefüllt. (60ml sollen für einen MTB Reifen reichen. Den Ventileinsatz  aus dem Ventilschaft gedreht und gehofft das der Reifen sich nicht wieder aus dem Hump löst. Das sah aber nach dem ablassen der Luft ganz gut aus. Dann die Dichtmilch über den Ventilschaft  in den Reifen füllen. Ventileinsatz wieder rein drehen und aufpumpen. Das ging  beim ersten Rad aber wieder nicht so einfach. Also habe ich noch eine CO² Kartusche geopfert.
Danach geht es vor allem darum das Rad zu drehen und in allen Richtungen zu schütteln, damit sich die Dichtmilch im ganzen Reifen verteilt. Das soll man sehr gründlich machen. Am besten gleich damit fahren und zwar nicht auf Asphalt sondern Schotter oder sonstigen unebenen Boden, damit  das  Zeug ordentlich durchgeschüttelt wird.

Das ganze mit dem zweiten Laufrad noch mal durchfürhen.



Nach einer ersten Nacht in der Garage habe ich den Reifendruck geprüft. Am Hinterrad keinen Druckverlust festgestellt. Am Vorderrad dagegen um so mehr. Von den 1,7 Bar die ich am Vortag hatte waren nur noch 0,9 Bar übrig.
Also ist da was nicht dicht. Ich habe daher noch mal ca. 30ml Dichtmilch dazu gegeben und mich dann gleich auf eine erste 20km Tour begeben. Während der Tour gab es keinen Duckverlust. Morgen werde ich das dann wieder prüfen.

Tubeless Umrüstung geschafft :-)
alter Hinterreifen

Ach so, Ich habe ja heute auch die erste Tour mit den Tubeless Reifen gemacht und muss sagen das sie sich schon recht gut fahren. Das Fahrverhalten ist aber ein bisschen anders als mit Schlauchreifen, denn der Schlauch scheint auch noch eine stabilisierende Wirkung zu haben die jetzt fehlt. Das merkt man vor allem bei harten Schlägen.
Ich habe das Gefühl das die stärkeren Schläge durch dringen. Bei der ersten Tour bin ich noch mit dem gleichen Luftdruck gefahren wie mit Schlauchreifen. Da muss ich jetzt etwas rumprobieren, da mir der Druck jetzt ein klein wenig zu hart war. Aber das ist Feintuning. ;-)

Zum vergleich habe ich mal die Breite meiner alten 2,8 Zoll und der neuen 3,0 Zoll Reifen nachgemessen. Ist schon ein ordentlicher Unterschied:

neuer Reifen hinten und vorne

Freitag, 13. April 2018

Neue Saison - Neue Parts

So, da mein Bike noch im Winterschlaf war habe ich heute erst mal mein Bike geputzt.
Dieser F100 Fahrrad Reiniger ist schon ein Geiles Zeug. Damit bekommt man alles wieder sauber.

Hier das Ergebnis:


Naja, ums Bike Putzen geht es mir aber eigentlich auch nicht in diesem Post. Es geht mir eigentlich um ein paar neue Parts, die mir in dieser Saison das Leben etwas erleichtern sollen.

Zum einen habe ich mein hässliches SKS Steckschutzblech an der Gabel satt, weil es viel zu weich ist und beim Fahren mit dem gewackel nervt.
Ein kleiner Mud Guard würde mir reichen, aber mir gefällt es nicht das man die Dinger immer mit jeder Menge Kabelbindern an der Gabel befestigen muss. Sieht doof aus und macht den Lack kaputt.

Glücklicherweise hat Scott beim 2018er Genius einen anständigen "Trail Fender" entwickelt/montiert, der perfekt auf Fox 34er und 36er Gabeln passt. Keine Kabelbinder mehr, sondern ein passendes Kunststoffteil das Perfekt auf die Dämpferbrücke aufgesteckt und verschraubt wird. So ein Teil habe ich mir als Ersatzteil besorgt und bei meinem 2017er Genius nachgerüstet.





Das ist also das erste Neue Teil am Bike.

Aber es gab im letzten Jahr noch ein kleines Problem. Es geht um die Griffe. Die Originalen sind zwar griffig, aber mir ist es öfter bei längeren Touren passiert das mir die Hände und Unterarme taub wurden. Ich habe dazu dann etwas recherchiert und herausgefunden das es daran liegt, das der Winkel der Handgelenke zu stark ist und dadurch ein Nerv abgeklemmt werden kann was zu dem Taubheitsgefühl führt.
Die Lösung sind andere Griffe welche die Handstellung so korrigieren das die Handgelenke nicht mehr abknicken können.

Das Ergebnis sind nun ERGON GS1 Griffe.




Beim ersten kurzen Probefahren fühlten sich die Griffe perfekt an.

Mal gucken wie sich das bei der ersten längeren Tour auswirkt. ;)

Als nächstes kommt dann die Tubeless Umrüstung.

Montag, 9. April 2018

Die Reifenfrage - Schwalbe oder Maxxis

So, wie im letzten Post schon geschrieben geht es darum meine MTB Bereifung auf Tubeless umzustellen.

Wie das Technisch geht habe ich mir bei YouTube in diversen Video-Tutorials angesehen. Scheint gar nicht so schwierig zu sein. Mal sehen wie doof ich mich dabei anstellen werde. 😉

Die Große Frage, die ich bereits im MTB-News Forum diskutiert habe, war ob für mich Schwalbe oder Maxxis Reifen besser wären. Ich habe dazu viele Meinungen gelesen und sehr viel Input bekommen.
Das Fazit aber ist, das ich meine eigenen Erfahrungen machen muss, da ich einerseits deutlich schwerer bin als die meisten anderen MTB Fahrer und zum anderen auch nur ich mein Fahrprofil und meine Vorlieben beim Fahren kenne. So wir es wahrscheinlich so laufen, das ich mit sowohl einen Reifensatz von Schwalbe als auch von Maxxis bestellen werde und auf zwei Laufrad-Sätzen montieren werde. So kann ich beide Reifen Hersteller testen und Herausfinden was mir mehr liegt.

Ich habe heute den Anfang gemacht und mir die Schwalbe Reifen Nobby Nic Evolution PaceStar 27,5x3.0 Zoll für das Hinterrad und Nobby Nic Evolution TrailStar 27,5x3,0 Zoll für das Vorderrad bestellt. In beiden Fällen die älteren Versionen ohne ADDIX System, da diese den Forumseinträgen nach nicht so dolle sein sollen.

Dazu dann auch von Schwalbe das Tubeless Umrüst-Set mit Dichtflüssigkeit, Felgen Band und TL-Ventilen.

Damit werde ich erst mal anfangen und dann werde ich noch eine Satz Maxxis HighRoller II+ Bestellen für den zweiten Felgensatz. Aber da warte ich noch nen Monat, weil die Maxxis leider deutlich teurer sind und der zweite Felgensatz außerdem noch neue Bremsscheiben braucht.

Ich werde Berichten wie die Montage der Tubeless Reifen verlief.

Sonntag, 30. Juli 2017

Werkgzeug / Drehmomentschlüssel

Tja früher war alles besser, oder aus Holz... ;-)

So auch das Schrauben nachziehen am Fahrrad.

Da hatte man nen Satz Ring- und Maulschlüssel, Schraubendreher und evtl. nen Knochen mit dem man alles mögliche am Fahrrad schrauben konnte.

Und das Prinzip hiess: Anziehen bist es fest ist und nach fest kommt ab... :-)

Drehmoment? Ja Nee is klar, am Auto OK aber am Fahrrad?

Heute ist auch Fahrrad schrauben High-Tech und so kann man heute nicht mehr einfach drauf losschrauben. Das fängt schon mal damit an, das man mit Ring- und Maulschlüsseln nicht mehr viel anfangen kann. Auch mit konventionellen Schlitz und Kreuzschlitz Schraubendrehern kann man nicht mehr viel anfangen, außer vielleicht die Klingel montieren.

Heute braucht es vor allem Inbus und Torx Schlüssel in verschiedenen Größen und natürlich einen Drehmoment Schlüssel um die Schrauben auch mit dem korrekten Drehmoment anziehen zu können.
Auf vielen Fahrrad Teilen steht heute extra drauf mit wie viel Newtonmeter sie angezogen werden müssen. Und daran sollte man sich auch in etwa halten.

Denn im Gegenzug zu früher, wo fast alles am Fahrrad aus Stahl war, haben wir es heute vor allem mit Aluminium und Carbon zu tun. Und hier macht das eben auch Sinn mit dem korrekten Drehmoment. Denn Aluminium ist im Vergleich zu Stahl halt doch relativ weich und eine zu fest angezogenen Schraube kann das Aluminium beschädigen und so seine Stabilität negativ beeinflussen.

Noch Empfindlicher ist Carbon. Carbon ist super leicht und dabei sehr stabil. Die Stabilität ist dabei je nach Bauteil aber auch Zielgerichtet. Soll heissen, ein Bauteil ist entweder auf Druck- oder Zugbelastung ausgelegt und das meist auch von seiner Struktur her nur in Bestimmte Belastungsrichtungen. Dreht man da eine Schraube zu fest an, kann das die filigrane Struktur derart Beschädigen dass das Teil bricht und dann ein Fall für den Müll ist.

Und da kommen wir zum Thema. Klar habe ich einen Drehmomentschlüssel in der Garage. Zum Winterreifen montieren am Auto... Aber der fängt mit seinen Einstellbereich irgendwo bei 60 Newtonmetern an und geht bis 140Nm oder so.

Fürs Bike brauche ich aber 2-14Nm!!!

Also musste ein spezieller Drehmomentschlüssel fürs Bike her. Da ich kein Freund von billigem Werkzeug bin, habe ich natürlich erst mal bei den Markenherstellern wie Gedore, Hazet, Wiha und Proxxon nachgesehen.

Aber was diese dann an Preisen aufrufen war mir dann doch etwas zu sehr "over the Top".
Hätte ich ne Professionelle Fahrradwerkstatt und müsste täglich damit arbeiten wäre es gar keine Frage für mich das ein solcher Drehmoment Schlüssel auch 150 Euro kosten darf.

Aber für mich war das dann doch zu viel. Auf verschiedenen Fahrrad Shop Seiten habe ich dann aber einen Drehmomentschlüssel "Mighty" gefunden für 2-24Nm und eigentlich überall Positive Kundenbewertungen gefunden. Auc hden einen oder anderen Presseartikel habe ich zu dem Teil gefunden und auch die ware eher Positiv. Mit Durchschnittlich 37-47 Euro, je nach Anbieter war das Teil auch recht günstig.

Also habe ich mir das Teil bei einem großen elektronischen amerikanischen Versandhaus bestellt weil dort die Rücksende Abwicklung so unkompliziert ist wenn sich das Teil doch als Schrott herausstellen sollte. Zudem war es dort auch noch mit am günstigsten.